01.10.2016

| Rezension | Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag





Titel: Mein bester letzter Sommer

Verlag: Heyne fliegt

Orginaltitel: ---

Erscheinungsdatum: 08. März 2016

gebundene Ausgabe: 368 Seiten




Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …

Tessa ist eine junge Frau die durch ihre tödliche Krankheit nicht mehr lange zu Leben hat. Ihre Gefühle und Gedanken kamen sehr gut rüber. Ihre Verzweiflung, ihre Angst oder auch ihre Wünsche waren zum Greifen nahe. Dennoch hatte ich ein gewaltiges Problem mit Tessa. Sie ist eine langweilige, in Selbstmitleid badende junge Frau, die ihr bisheriges Leben in keinster Weise gelebt hat. Sie hatte nie einen Freund, war nie verliebt, ging selten fort und hat ihr komplettes Leben vorausgeplant. Desweiteren dreht sich alles darum, dass Tessa immer noch Jungfrau ist und wahrscheinlich auch als Jungfrau sterben muss. Tut mir leid, aber wenn man so schwer krank ist, hat man da nicht ganz andere Sorgen? Dieses ständige "Ich bin noch Jungfrau" oder "Ich werde als Jungfrau sterben" hat sich ständig wiederholt und hat mich, ehrlich gesagt, beim Lesen extrem genervt.

Potenzial ist definitiv da, wurde in meinen Augen aber nicht komplett ausgeschöpft. Zum einen war die Liebesgeschichte sofort da ... von 0 auf 100. Und das durch einen wirklich dämlichen Zufall. Normalerweise mag ich kitschige Liebesgeschichten, aber hier hätte ich mir einfach etwas komplett anderes gewünscht. Auch der nicht vorhandene Krankenverlauf ist mir massiv aufgestoßen. Wenn ich eine Krankheit ins Spiel bringe, sollte man auch dazu in der Lage sein mehr Informationen einzubauen.

Die Botschaft in "Mein bester letzter Sommer" ist natürlich grandios. Es schreit einen förmlich an das Leben zu genießen. Sachen zu tun die einen interessieren und eben nicht darauf zu warten bis es evtl. zu spät sein könnte.
Normalerweise LIEBE ich die Bücher von Anne Freytag, aber mit "Mein bester letzter Sommer" konnte sie mich so gar nicht berühren. Ich wollte weinen, ich wollte leiden und ich wollte das Buch mit einem Gefühl schließen das man nicht in Worte fassen kann. Bekommen habe ich davon leider nichts. Einziger Lichtblick war die sehr geniale Botschaft hinter dem Buch.

Das Buch erhält von mir sehr schwache 3 von 5 Federn!

Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    ich kann verstehen was du meinst. Mir hat auch einiges gefehlt aber trotzdem fand ich es ganz gut. Kann es sein, dass du die Grafik für 4 Federn genommen hast?

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  2. Schade, dass es dich nicht ganz umhauen konnte. Ich muss zugeben, dass ich mir aufgrund des riesen großen Hypes auch ein wenig mehr vorgestellt hatte und minimal enttäuscht war. Ich habe glaube ich 4/5 Punkte vergeben, was ja doch sehr gut ist, aber ich hatte mehr erwartet :)

    Liebst, Lara.

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    1. Hallo Lara.

      Das ist auch das Problem an solchen Bücher. Man erwartet einfach zu viel und wird dann regelrecht enttäuscht zurückgelassen.

      LG Diana

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  3. Hey:)

    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und finde ihn mega schön. Bleibe auch direkt mal als Leserin da ♡

    Alles Liebe, Milena

    http://myreadingpalace.blogspot.de/

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  4. Hallo :)
    Ich habe vor ein paar Tagen eine ganz begeisterte Rezension gelesen und sehe nun mal eine andere Meinung dazu. Nicht jedes Buch kann jeden fesseln und ich verstehe deine Kritikpunkte auf jeden Fall.
    Vielleicht ist das nächste Buch der Autorin wieder mehr dein Fall :)
    LG Dana

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  5. Huhu Liebes,

    schade, dass dich dieses Buch nicht umhauen konnte. Anne Freytag ist eine tolle und sehr offenherzige Autorin. Kenne sie normalerweise aus einen etwas anderen Genre und so war dies eine gelungene Abwechslung für mich. Deine Rezi ist toll, weil sie auch sehr offen gestaltet ist und deine Beweggründe super darstellt, warum das Buch nicht so ganz dein Ding war.

    Liebe Grüße
    Samy

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  6. Schade, vielleicht schnuppere ich aber trotzdem Mal rein, denn der Buchhrücken klingt gut.

    ♥liche Grüße - Lenchen

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